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Retten was wertvoll ist

Laut Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht weltweit rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verloren (1). Lebensmittelverluste verursachen laut UNEP rund 8–10 % der globalen Treibhausgasemissionen (2). Allein in Österreich gehen laut Studien jährlich rund 167.000 Tonnen Lebensmittel in der Landwirtschaft (3) und weitere rund 121.800 Tonnen in der Lebensmittelproduktion (4) für den menschlichen Verzehr verloren. Die Lebensmittelabfallhierarchie der EU zeigt jedoch klar (5): Lebensmittel, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind, sollen möglichst als Lebensmittel für Menschen erhalten bleiben, bevor sie als Tierfutter, Kompost, Energiequelle oder Abfall enden.

Genau dort setzt Unverschwendet an: Wir retten wertvolle Lebensmittel vor dieser Entwertung. Wir glauben an eine Zukunft, in der Überschüsse als Chance gesehen werden – und daran arbeiten wir Tag für Tag. Mit innovativen Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung. Mit Haltung. Und mit viel Hingabe.


Quellen:

(1) FAO (2014): Food losses and waste in the context of sustainable food systems (HLPE Report No. 8)
(2) UNEP (2024): Food Waste Index Report 2024. United Nations Environment Programme
(3) Hrad, M. et al. (2016): Lebensmittelabfälle in der Landwirtschaft. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 
(4) Hietler, M.; Pladerer, C. (2017): Lebensmittelabfälle in der österreichischen Lebensmittelproduktion
(5) Europäische Kommission: EU actions against food waste / Food waste hierarchy United Nations (2015): Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development.



Was sind Überschüsse und wie werden sie definiert?

Definition Lebensmittelabfall mit Fokus auf Vorketten des Einzelhandels von der Universität für Bodenkultur - Institut für Abfallwirtschaft

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Beginn der Wertschöpfungskette und reichen von der Primärproduktion über Obst- und Gemüsehandel, Sortier- und Verpackungsanlagen, Logistikbetriebe, Lebensmittelproduktion bis hin zum Zentrallager des Einzelhandels. Die Primärproduktion selber umfasst dabei sämtliche Prozesse oder Tätigkeiten bei denen am Beginn der Versorgungskette Lebensmittel entstehen. Dazu werden in gleichem Maße Landwirtschaft, aber auch beispielsweise Aquakultur, Viehzucht oder Jagd gezählt.

Global

Die FAO entwickelte 2014 einen Definitionsrahmen für Lebensmittelverluste „Definitional Framework for Food Loss“ (2014) und fokussiert dabei vor allem auf den Aspekt der Ernährungssicherheit. Dabei werden Lebensmittelabfälle als jener Teil der Verluste gesehen, die für den menschlichen Verzehr geeignet sind jedoch aus falschem und unachtsamem Umgang, aus der Wertschöpfungskette ausscheiden. Die Definition ist jedoch nicht scharf abgegrenzt. Alle Lebensmittel, die von der Wertschöpfungskette entfernt werden und nicht gegessen wurden, selbst wenn sie einer anderen Bestimmung zugeführt wurden (Futter, Energie etc.) gelten als Lebensmittelverluste bzw. -abfälle.

Europa

Auf europäischer Ebene findet sich in der in der Richtlinie (EU) 2018/851 zur Änderung der Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG) eine gesetzliche Definition für Lebensmittelabfall: „Lebensmittelabfälle sind alle Lebensmittel, im Sinne von Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates, die zu Abfall werden.“ In der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts werden Lebensmittel als Ganzes (inklusive nicht essbarer Teile) verstanden. Lebensmittel nach Artikel 2 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 sind „alle Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden. Daneben wurde in Europa ein Definitionsrahmen innerhalb des EU-Projektes FUSIONS (Östergren et al., 2014) entwickelt, der mittlerweile international bei diversen Studien zu Lebensmittelabfällen Anwendung findet. Als Lebensmittelabfälle werden hier Lebensmittel und deren nicht-essbaren Teile bezeichnet, die in irgendeiner Phase von der Wertschöpfungskette entfernt, um verwertet (z.B. Kompost, Biogas) oder beseitigt zu werden (z.B. Verbrennung, Deponien). Lebensmittel, die hingegen zu Tierfutter oder Biochemikalien weiterverarbeitet werden, sind ausgenommen. Der Startpunkt der Wertschöpfungskette und damit für die Definition von Lebensmittelabfall ist der Punkt an dem Lebensmittel reif sind für die Ernte bzw. bereit für die Schlachtung. Im Falle von Milchproduktion in dem Moment, wenn diese gemolken wurde oder bei Eiern, wenn diese gelegt wurden.

Lebensmittelabfälle in der Primärproduktion

Im Rahmen einer Nordic Council of Ministers in Auftrag gegebenen Studie (Franke et al., 2016) wurden auch Daten nach einer neuen Systemgrenze berechnet. Das System beginnt, wenn die Pflanzen erntereif sind, die Zuchtfische schlüpfen, die Tiere geboren werden, die Milch gewonnen und die Eier gelegt werden. Das System endet, wenn das Produkt zur Verarbeitung oder zum Groß- /Einzelhandel geschickt wird. Definiert werden Lebensmittelabfälle aus der Primärproduktion in dieser Studie nachfolgend: „Die Ströme von Primärprodukten, die zum Verzehr durch den Menschen bestimmt waren, aber nie die nächste Stufe der Lebensmittelkette erreicht haben (z. B. Schlachtung, Einzelhandel, Verarbeitung) und stattdessen für andere Zwecke (z. B. als Futtermittel) verwendet oder der Abfallbehandlung zugeführt wurden“. Nicht essbare (nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte) Teile von Lebensmittelabfällen, z. B. Schalen und Knochen, fallen nicht unter diese Definition.

Unterschiede in den Definitionen

Die Beispiele zeigen relevante Unterschiede bei der Beurteilung von Lebensmittelabfall auf. Als Ausgangspunkt werden als Lebensmittelabfälle jene Lebensmittel bezeichnet, die zwar für den menschlichen Verzehr produziert, jedoch nicht von Menschen konsumiert wurden. Unterschiede gibt es primär dahingehend, ob „nicht essbare Teile“ von Lebensmitteln ebenfalls zu Lebensmittelabfall gezählt werden, da sie ja jedenfalls als nicht vermeidbarer Abfall anfallen. Auf der anderen Seite ist es schwierig bis unmöglich z.B. für Massenabschätzung die essbaren von den nicht essbaren Teilen zu trennen. Der zweite große Unterschied ergibt sich dadurch, ob strikt auf den menschlichen Verzehr von Lebensmitteln fokussiert wird, oder ob sich die Definition wie bei FUSIONS an der Wertschöpfung orientiert und nur solche Lebensmittel zu Abfall zählt, bei denen keine Wertschöpfung (durch Verfütterung oder andere Wertsteigerung) erreicht werden kann. Weiters unterscheidet die EU nicht zwischen Lebensmittelverlusten und Lebensmittelabfällen. Die Vereinten Nationen unterscheiden hier wie folgt: Lebensmittelverluste entstehen in der Produktion, Verarbeitung und Verteilung und Lebensmittelabfälle entstehen im Einzelhandel und im Konsum- Bereich.

Unterschiede bei den Systemgrenzen

Bei pflanzlicher Produktion wird der Startpunkt in den vorliegenden Studien ab dem Zeitpunkt gesetzt, an dem die Produkte reif für die Ernte sind (Östergren et al., 2014; Franke et al., 2016). Bei tierischer Produktion gibt es hier unterschiedliche Herangehensweisen und so werden "Lebensmitteabfälle" teilweise ab Geburt eines Tieres bzw. ab der Aufzuchtsphase (Franke et al., 2017) oder ab der Schlachtung (Redlingshöfer et al., 2017; Östergren et al., 2014) erfasst. Die Erfassung von Lebensmittelabfällen aus der Primärproduktion endet in allen Studien ab dem Zeitpunkt, indem die Lebensmittel eine andere Ebene der Wertschöpfungskette erreichen, wobei im Projekt FUSIONS (Östergren et al., 2014) die Valorisierung von nicht genutzten Lebensmitteln als Tierfutter oder zur Herstellung von Biochemikalien ausgenommen ist.

Definition Überschüsse für Unverschwendet

Für Unverschwendet wird daher folgende Definition für Lebensmittelabfall bzw. Überschüsse verwendet, da diese Lebensmittel gerettet und somit nicht zu Abfall werden: Rettenswert rettet für den menschlichen Verzehr produzierte, essbare und nicht essbare Teile von Lebensmittel aus der Prozesskette Primärproduktion bis Zentrallager Einzelhandel, die aus verschiedenen Gründen (z.B. Hersteller- und/oder Verbraucherspezifikationen werden nicht erfüllt, Schwierigkeiten beim Ausgleich von Angebot und Nachfrage) nicht die nächste Stufe der Wertschöpfungskette erreicht haben und damit als „überschüssige Lebensmittel“ gelten. Die Systemgrenzen reichen vom Zeitpunkt an dem Lebensmittel reif sind für die Ernte bzw. bereit für die Schlachtung, im Falle von Milchproduktion vom Moment, wenn diese gemolken wurde oder bei Eiern, wenn diese gelegt wurden bis zu dem Zeitpunkt an dem diese die Stufe des Lebensmitteleinzelhandels zur Auslieferung vom Zentrallager erreichen.

Literatur

  • FAO (2014): „Definitional Framework for Food Loss“. http://www.fao.org/fileadmin/user_upload/save- food/PDF/FLW_Definition_and_Scope_2014.pdf. Abgerufen am 10.1.2019.
  • Franke, U., Hartikainen,H., Mogensen L., Svanes E. (2016) Food losses and waste in primary production. Data collection in the Nordic countries. TemaNord 2016:529. ISSN 0908-6692, Nordic Council of Ministers 2016
  • Östergren, et al. 2014. FUSIONS project. Definitional Framework for Food Waste, Full Report, 3 July 2014.
  • Redlingshöfer B., Coudurier B., Georget M. Quantifying food loss during primary production and processing in France. J. Clean. Prod. 2017;164:703–714. Abgerufen am 10.1.2019


Wie stellen wir sicher, dass es sich tatsächlich um Überschüsse handelt?

Für Lebensmittelüberschüsse existieren derzeit noch keine gesetzlich geregelten oder allgemein anerkannten Zertifizierungssysteme, wie sie beispielsweise im Bio-Bereich oder bei bestimmten Herkunfts- und Qualitätsstandards etabliert sind. Gleichzeitig ist Transparenz eine zentrale Voraussetzung für glaubwürdige Lebensmittelrettung. Deshalb hat Unverschwendet eigene Kontroll- und Dokumentationsprozesse entwickelt, um die Herkunft und Überschusseigenschaft der eingesetzten Rohstoffe nachvollziehbar zu machen. Langfristig sehen wir die Entwicklung unabhängiger und branchenweit anerkannter Standards für die Erfassung und Verifizierung von Lebensmittelüberschüssen als wichtigen Schritt für die gesamte Branche.

Unsere wichtigsten Kontrollmechanismen auf einen Blick

Faire Preise ohne Fehlanreize

Lebensmittel haben einen Wert. Deshalb bezahlen wir unsere Lieferant:innen grundsätzlich für die übernommenen Überschüsse. Gleichzeitig dürfen keine Anreize entstehen, zusätzliche Mengen gezielt für die Überschussverwertung zu produzieren. Aus diesem Grund liegen die von Unverschwendet bezahlten Preise deutlich unter den marktüblichen Preisen der jeweiligen Waren- und Qualitätsklasse. Für die Preisermittlung greifen wir sowohl auf langjährige Markterfahrung als auch auf laufende Marktbeobachtungen und Lieferantenbefragungen zurück. Dabei wird stets die tatsächlich vorliegende Qualität als Vergleich herangezogen. Beispielsweise werden bei Marillen mit Hagelschäden die Marktpreise für Verarbeitungsware und nicht jene für Frischware höchster Qualität als Referenz verwendet. Unser Grundsatz lautet: Können Lebensmittel noch über bestehende Vertriebskanäle wirtschaftlich vermarktet werden, sollen sie diesen Weg auch gehen. Unverschwendet versteht sich als zusätzliche Verwertungsmöglichkeit für Lebensmittel, die ansonsten nicht mehr genutzt werden könnten.

Verbindliche Vereinbarungen und Dokumentation

Vor Beginn einer Zusammenarbeit führen wir mit allen Lieferant:innen ausführliche Gespräche über unser Konzept, unsere Standards und die Definition von Lebensmittelüberschüssen. Jeder Lieferbetrieb bestätigt im Rahmen der Zusammenarbeit verbindlich, dass die gelieferten Waren aus Überschüssen stammen und über die ursprünglich vorgesehenen Absatzwege nicht mehr vermarktet werden konnten. Zusätzlich werden Informationen zur Herkunft, Qualität und den Gründen für den entstandenen Überschuss dokumentiert. Diese Daten helfen uns nicht nur bei der Qualitätssicherung, sondern auch dabei, die Ursachen von Lebensmittelüberschüssen besser zu verstehen und daraus Erkenntnisse für deren langfristige Vermeidung abzuleiten.

Prüfung der Überschüsse

Neben der Dokumentation führen wir regelmäßig Plausibilitätsprüfungen und stichprobenartige Vor-Ort-Besuche bei Lieferbetrieben durch. Dabei verschaffen wir uns Einblick in die betrieblichen Abläufe und prüfen, ob die gelieferten Waren den vereinbarten Überschusskriterien entsprechen. Durch die Kombination aus Preisgestaltung, vertraglichen Verpflichtungen, Dokumentation und stichprobenartigen Kontrollen schaffen wir ein System, das sicherstellt, dass die von Unverschwendet verarbeiteten Rohstoffe tatsächlich aus Lebensmittelüberschüssen stammen.



Was bedeutet nachhaltige Feinkost bei Unverschwendet?

Wenn wir von nachhaltiger Feinkost sprechen, meinen wir unseren Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung: Wir verarbeiten genusstaugliche Lebensmittelüberschüsse aus Landwirtschaft und Produktion zu Feinkostprodukten. Es geht dabei um Lebensmittel, die aufgrund von Überproduktion, optischen Abweichungen, Normgrößen, Nebenströmen oder Marktmechanismen keinen regulären Absatz finden würden, obwohl sie weiterhin für den menschlichen Verzehr geeignet sind.


Nachhaltigkeit bedeutet für uns daher konkret:

  • Erhalt genusstauglicher Lebensmittel für den menschlichen Verzehr, die sonst am Beginn der Wertschöpfungskette entwertet oder entsorgt werden würden
  • Erhalt der bereits für Anbau, Ernte, Transport und Verarbeitung eingesetzten Ressourcen wie Wasser, Boden, Energie und Arbeit, die gemeinsam mit den Lebensmitteln verloren gehen würden
  • Beitrag zur Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion durch die Nutzung bereits vorhandener Lebensmittelressourcen statt zusätzlicher Primärproduktion
  • Schaffung zusätzlicher Absatzwege und Wertschöpfung für landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelproduzent:innen durch den Verkauf von Überschüssen
  • Bewusstseinsbildung zu Lebensmittelüberschüssen und -abfall in Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Handel und Gesellschaft Hochwertige Verwertung von Lebensmitteln entsprechend der Lebensmittelabfallhierarchie, bei der genusstaugliche Lebensmittel möglichst als Lebensmittel für Menschen erhalten bleiben sollen


Unverschwendet adressiert mit seiner Arbeit insbesondere die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) 12.2, 12.3 und 12.5 der Vereinten Nationen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung und zur effizienten Nutzung natürlicher Ressourcen (1). Die Nutzung bereits vorhandener Lebensmittelressourcen leistet einen Beitrag zu SDG 2.4 und 2.c für nachhaltigere Systeme der Nahrungsmittelproduktion sowie zu SDG 8.4 zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion. Unsere Arbeit zu SDG 12.8 stärkt das Bewusstsein für Lebensmittelabfälle. Die Zusammenarbeit mit Überschusslieferant:innen, Produzent:innen, Handelspartner:innen und Forschungseinrichtungen (SDG 17) fördert zudem nachhaltigere Verfahren und neue Nutzungsmöglichkeiten für Überschüsse (SDG 12.6).

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dass wir “gerettet” neben “bio” und “fair” zu einem Segment etablieren und damit tausende Tonnen wertvoller Lebensmittel retten.


Quelle:
(1) Europäische Kommission: EU actions against food waste / Food waste hierarchy United Nations (2015): Transforming our world: the 2030 Agenda for Sustainable Development.


Lebensmittelrettung als Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Sie wurden 2015 von allen 193 Mitgliedstaaten im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet und bilden den weltweit anerkannten Rahmen für eine nachhaltige wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklung. Weitere Informationen zu den SDGs finden Sie auf der offiziellen Website der Vereinten Nationen: https://sdgs.un.org/goals

 Lebensmittelverluste und Lebensmittelverschwendung zählen zu den größten Nachhaltigkeitsherausforderungen unserer Zeit. Wertvolle Lebensmittel werden produziert, geerntet, transportiert und verarbeitet, ohne letztlich konsumiert zu werden. Gleichzeitig werden dafür landwirtschaftliche Flächen genutzt, Wasser verbraucht, Energie eingesetzt und Treibhausgase verursacht.

 Genau hier setzt Unverschwendet an.

 Seit der Gründung verfolgen wir das Ziel, Lebensmittelüberschüsse zu vermeiden und bereits erzeugte Lebensmittel bestmöglich zu nutzen. Überschüssige Rohstoffe aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion werden von uns übernommen und zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet. Dadurch bleiben die ursprünglich eingesetzten Ressourcen im Wirtschaftskreislauf erhalten und müssen nicht durch neue Rohstoffe ersetzt werden.

 Unser Kernbeitrag: SDG 12.3
Das Kerngeschäft von Unverschwendet zahlt direkt auf das Nachhaltigkeitsziel SDG 12.3 ein:

 „Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelverluste verringern.“

 Die Vermeidung von Lebensmittelverlusten steht im Zentrum unseres Geschäftsmodells. Jede gerettete Karotte, Marille oder Tomate trägt dazu bei, dass bereits produzierte Lebensmittel genutzt werden, anstatt entsorgt zu werden. Darüber hinaus leistet unsere Arbeit einen messbaren Beitrag zu zahlreichen weiteren Nachhaltigkeitszielen.


SDG 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster
Neben SDG 12.3 unterstützen wir weitere zentrale Unterziele dieses Nachhaltigkeitsziels:
SDG 12.2: Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen Durch die Verwertung bereits produzierter Lebensmittel werden vorhandene Ressourcen effizienter genutzt und zusätzliche Produktion vermieden. SDG 12.5: Abfallaufkommen deutlich verringern Die Weiterverarbeitung von Überschüssen verhindert, dass wertvolle Rohstoffe zu Abfall werden.
SDG 12.6: Nachhaltige Unternehmenspraktiken fördern Durch die Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben, Produzent:innen und Handelspartnern schaffen wir konkrete Verwertungswege für Lebensmittelüberschüsse und unterstützen Unternehmen dabei, nachhaltigere Lösungen umzusetzen.
SDG 12.8: Bewusstsein schaffen Über unsere Produkte, Medienarbeit, Veranstaltungen und Kooperationen machen wir die Ursachen und Lösungen von Lebensmittelverschwendung sichtbar und fördern nachhaltigere Konsumentscheidungen.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz
Lebensmittelverschwendung verursacht weltweit erhebliche Treibhausgasemissionen. Werden Lebensmittel produziert, aber nicht konsumiert, entstehen Emissionen ohne gesellschaftlichen Nutzen. Durch die Nutzung bereits vorhandener Rohstoffe trägt Unverschwendet dazu bei, vermeidbare Emissionen entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette zu reduzieren. Lebensmittelrettung ist daher eine der wirksamsten Maßnahmen zur Verringerung von Ressourcenverschwendung und zur Unterstützung von Klimaschutzzielen.

SDG 2: Kein Hunger
Lebensmittelrettung trägt auch zu einer nachhaltigeren Gestaltung von Ernährungssystemen bei.
SDG 2.4: Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion Durch die Nutzung bereits erzeugter Lebensmittel werden bestehende Ressourcen effizienter eingesetzt und die Nachhaltigkeit von Ernährungssystemen verbessert.
SDG 2.c: Funktionsfähige Lebensmittelmärkte Zusätzliche Verwertungswege für Überschüsse helfen dabei, bestehende Lebensmittelressourcen sinnvoll zu nutzen, anstatt sie aus dem Markt zu entfernen. SDG 2.3: Einkommen landwirtschaftlicher Betriebe stärken Durch die Vergütung von Überschüssen erhalten Landwirt:innen und Produzent:innen zumindest einen teilweisen Kostenersatz für Produkte, die über den ursprünglichen Absatzweg nicht mehr vermarktet werden können.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
SDG 8.4: Ressourceneffizienz verbessern Die Nutzung vorhandener Rohstoffe erhöht die Ressourceneffizienz und unterstützt die Entkopplung von wirtschaftlicher Wertschöpfung und Ressourcenverbrauch.
SDG 8.2: Wirtschaftliche Produktivität durch Innovation steigern Neue Verwertungs- und Vermarktungswege für Überschüsse schaffen zusätzliche Wertschöpfung aus bereits produzierten Lebensmitteln.

SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Lebensmittelrettung gelingt nur gemeinsam. Unverschwendet arbeitet entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Handel, Wissenschaft, öffentlichen Einrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Dieser partnerschaftliche Ansatz ermöglicht es, Überschüsse dort zu nutzen, wo sie entstehen, und gemeinsam wirksame Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung zu entwickeln.


Unser Beitrag zur Agenda 2030
Die Vermeidung von Lebensmittelverlusten ist nicht nur ein einzelnes Nachhaltigkeitsthema. Sie verbindet Klima- und Ressourcenschutz, nachhaltige Landwirtschaft, verantwortungsvollen Konsum und wirtschaftliche Innovation. Mit jeder geretteten Zutat leisten wir einen konkreten Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und zeigen, wie aus Lebensmittelüberschüssen neue Wertschöpfung entstehen kann.

Häufige Fragen (working title)

Regional = Österreich

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