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7 Gründe, warum in Österreich so viel gutes Obst und Gemüse weggeworfen wird


Ergebnisse von 1,5 Jahren Unverschwendet.

Einleitung


760.000.000 kg Lebensmittel werden laut einer aktuellen Studie des Ökologie Instituts/WWF jährlich in Österreich verschwendet. 53 % aller weggeworfenen Lebensmittel gehen dabei auf das Konto der privaten Haushalte. In einem durchschnittlichen Haushalt wird ein Viertel der eingekauften Lebensmittel weggeworfen, vieles davon ungeöffnet. 30 % landen bei Landwirtschaft und Produzenten im Müll, 12 % in der Gastronomie und 5 % im Handel.

Wir von Unverschwendet sind dabei auf die 30% der Landwirtschaft und ProduzentInnen spezialisiert und erweitern das Spektrum auch noch um ungenutzte Ressourcen aus Privathaushalten. Weitere Infos zum Thema Lebensmittelverschwendung generell findet ihr auf www.muttererde.at, einer Initiative des ORF und der führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen Österreichs – Alpenverein, BirdLife, GLOBAL 2000, Greenpeace, Naturfreunde, Naturschutzbund, VCÖ und WWF.

Über 100 Gründe haben wir schon gezählt warum gutes Obst und Gemüse weggeworfen wird - folgend ein erster Versuch diese grob auf 7 Themen zusammenzufassen:

Was ist »Unverschwendet«?


Wir von Unverschwendet sind ein kleines Wiener Startup mit Wurzeln im Mostviertel, das seit März 2016 gegen die Lebensmittelverschwendung kämpft. Geleitet von den Geschwistern Cornelia und Andreas Diesenreiter und einem kleinen aber feinen Team haben wir es uns zur Mission gemacht umfassendere Lösungen zu finden.

Aktuell produzieren wir in liebevoller Handarbeit in einer kleinen Feinkostmanufaktur am Wiener Schwendermarkt köstliche Marmeladen, Chutneys, Eingelegtes, Sirupe und vieles mehr aus gerettetem Obst und Gemüse. Da wir die Welt jedoch nicht allein vom Schwendermarkt aus retten können arbeiten wir bereits fleißig daran mit anderen FeinkostproduzentInnen zu kooperieren, Gastrobetriebe mit unverschwendeten Gütern zu versorgen und die nächsten Schritte zu einer effizienteren Unverschwendung zu setzen.

Du bist ein Foodie und suchst ausgefallene Feinkost-Kreationen für dich und als Geschenk? Oder doch lieber klassische Marmeladen wie von Oma? Dann bieten wir die nachhaltige Lösung.

1. Abweichung von der Größennorm


Zu klein? Zu groß?

Für den Supermarkt müssen Früchte oft die richtige Größe haben. Es ist alles optimiert - so auch die Obst und Gemüseregale. Zeit nehmen zum abwiegen? Wollen viele KonsumentInnen nicht. Auch werden beim Verkauf von einzelnen, losen Früchten die unterschiedlich großen Früchte auf der Suche nach der Richtigen öfter angegriffen, wodurch sie schneller schlecht werden und es zu einem Verlust für den Markt kommen kann. Deshalb gibt es oft nur eine sehr geringe Toleranz in cm oder g, in die die Früchte fallen müssen.

2. Unförmigkeit


Schwierig zu verarbeiten?

Nicht nur die richtige Größe spielt eine Rolle, sondern auch Unförmigkeit. Obst und Gemüse das zu unförmig ist kann schnell aussortiert werden wenn die Form z.B. nicht Maschinen-konform ist. Aber auch wenn die Form für das Weiterverarbeiten für private KonsumentInnen zu schwierig ist wird aussortiert.

3. Ästhetisch nicht den Ansprüchen von KonsumentInnen genügend


Kann eine Frucht nicht schön genug sein?

Wenn die Unförmigkeit ganz sonderbare Formen annimmt, dann können schon auch “Kreaturen” entstehen die KonsumentInnen einfach nicht ansprechend finden. Vor allem Gourmet Restaurants legen großen Wert auf eine makellose Form, so muss z.B. Spargel kerzengerade sein. Wirklich absurd wird es aber bei dem Thema Farbe: Tomaten können etwa zu rot sein. Ja, zu rot. KonsumentInnen greifen lieber zu den leicht orangen Tomaten - in der Hoffnung, dass diese länger haltbar sind. So bleiben die besten Tomaten beim Bauer oder der Bäuerin über und werden gar nicht erst zum Supermarkt geliefert.

4. Überproduktion


Lieber etwas mehr als zu wenig anbauen

Bauern und Bäuerinnen müssen oftmals exakte Liefermengen zu bestimmten Zeiten garantiert abliefern können um gelistet zu bleiben. Doch um das erfüllen zu können und für die Lieferziele abgesichert zu sein müssen viele Faktoren, wie etwa das unberechenbare Wetter, bedacht werden. Wenn das Wetter dann viel besser ist als erwartet , werden mehr Früchte reif als nötig. Darüber hinaus gibt es noch saisonale Überschüsse aufgrund gleichzeitig reif werdender großer Mengen und auch wenn der erste Frost kommt müssen oft große Mengen gleichzeitig sofort geerntet werden. In manchen Fällen sinkt auch die Nachfrage mit der Zeit und Reste werden auf dem Feld belassen.

5. Fehlplanung und Überschüsse von schwierig planbaren Szenarien


Nicht alles ist leicht vorhersehbar.

Schwierig planbare Szenarien gibt es aber auch auf der anderen Seite. Wenn man z.B. ein Event für über 20.000 Leute plant, denen man über 5 Tage lang frische Äpfel zur Verfügung stellt, dann will man natürlich ebenso abgesichert sein. Da können dann schon ein paar Hundert Kilo übrig bleiben. Aber auch Supermärkte, Märkte, Gastwirtschaften sowie ProduzentInnen haben es mit Schwankungen und wechselndem Interesse zu tun und bleiben so auf bestellter Ware sitzen.

6. Ungenutzte vorhandene Ressourcen


Keine Zeit im eigenen Garten alle Bäume zu ernten?

Allein in Wien gibt es unzählige Schrebergärten mit den besten Marillen, Kirschen und Kriecherl die niemand ernten kann oder will. Oftmals ist es einfacher im Supermarkt ein Schälchen Marillen mitzunehmen anstatt das Angebot der Nachbarin anzunehmen, selbst ernten zu gehen, da er/sie zu viele Früchte am eigenen Baum hat für den Eigenverbrauch. Die Früchte fallen zu Boden, fangen dort an zu gären und ziehen Wespen an oder sorgen manchmal zusätzlich auch noch für eine Schneckenplage.

7. Falscher Zeitpunkt


Zu früh oder zu spät.

Die Reifezyklen von Obst und Gemüse richten sich leider auch nicht nach den Bedürfnissen der KonsumentInnen. So sind etwa die Gastronomie und Supermärkte nicht darauf vorbereitet wenn der Spargel schon Ende März reif ist. Ebenso kauft Ende September kaum jemand noch Wassermelonen, da seltener Badewetter ist und im Supermarkt schon Lebkuchen im Regal steht.

So muss Nachhaltigkeit!


Von Omas Geheimrezepten bis hin zur Zusammenarbeit mit Haubenköchen - wir machen Nachhaltigkeit vom Verzicht zum Genuss. Wir bieten dir in liebevoller Handarbeit in unserer Manufaktur am Schwendermarkt hergestellte Gläschen - ab 16€ Versandkostenfrei. Bezahlbar mit Kreditkarte, Sofort, Überweisung, Nachname oder bei uns im Laden abholbar. Unterstütze mit deinem Kauf unsere Mission eine umfassende Lösungen zur Unverschwendung zu finden!